
Als Baumscheibe wird das untere Ende eines Baumstammes (Übergang zum Boden) bezeichnet. Die Pflege der Baumscheibe gehört zu den gärtnerischen Maßnahmen. Sie wird nicht gehackt oder umgegraben, um die Wurzeln ungestört zu lassen.

Wer profitiert von einer Baumscheibe?
Junge und neugepflanzte Bäume ziehen einen Nutzen aus der Anlage einer Baumscheibe. Nach spätestens 8 Jahren (je nach Wuchsgeschwindigkeit) geht man davon aus, dass der Baum ein ausreichendes Wurzelwerk ausgebildet hat.
Welche Vorteile hat eine Baumscheibe?
- Unterstützt den Baum im Wachstum (keine Konkurrenz durch Gräser und Wildkräuter, kein Ringen um Wasser und Nährstoffe)
- Schützt vor Schäden am Stamm durch Rasenmäher oder Freischneider und erleichtert die Rasenpflege
Wie groß muss die Baumscheibe sein?
Die Baumscheibe sollte einen Radius von 50-70 cm aufweisen. Die Größe richtet sich nach dem Durchmesser der Krone und sollte etwas größer als dieser sein.
Baumscheiben bepflanzen oder Mulchen?
- Mulchen reduziert den Lichteinfall und hemmt das Wachstum von Konkurrenzpflanzen, reduziert bei Hitze die Sonneneinstrahlung und dadurch den Verlust an Bodenfeuchtigkeit, und fördert das Bodenleben.
- Bepflanzen sollte man die Baumscheiben in den ersten Jahren nicht um keine Konkurrenzsituation mit anderen Pflanzen zu scha1en. In späteren Jahren können Pflanzen in die Baumscheibe eingesetzt werden, die maximal 10 cm ins Erdreich wurzeln.
- Narzissenzwiebeln werden durch ihre betäubenden Inhaltsstoffe nicht von Nagetieren gefressen, dadurch erhofft man sich, dass die (Obst-) Baumwurzeln verschont bleiben.
Quellen:
https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/baumscheibe-anlegen-so-gehts-schritt-fuer-schritt-31376
https://www.manufactum.de/jungbaeume-graswuchs-freihalten-c199251/
https://www.naturimgarten.at/presse/gartentipp-baumpflanzung-rundum-gesund-baumscheibe-anlegen.html